Gesetzliche Krankenkasse: Barmer und Gmünder planen Fusion

Die deutschen Krankenkassen Barmer Ersatzkasse und die Gmünder Ersatzkasse (GEK) sprechen nach aktuellen Informationen der Tageszeitung “Die Welt” über eine entsprechende Fusion. Mit zusammen ungefähr 8,5 Millionen Versicherten wäre diese neue deutsche Krankenkasse dann die deutschlandweit größte. Als möglicher Termin für eine baldige Fusion wird der 1. Januar des nächsten Jahres genannt, wie die besagte Zeitung unter Berufung auf Krankenkassenkreisen berichtet.

Weder die Barmer Ersatzkasse noch die GEK wollten die Pläne einer Krankenkassenfusion offiziell bestätigen. “Über Fusionen redet man nicht. Wenn es sie geben soll, dann macht man sie”, teilte der zuständige Barmer-Sprecher Thorsten Jakob jetzt mit. Man stehe dem Zusammenschluss mit anderen Krankenkassen aber zum jetzigen Zeitpunkt offen gegenüber. Der zuständige Sprecher der GEK, Kai Behrens, teilte dem Blatt mit, für seine Krankenkasse seien Fusionen “derzeit kein Thema”. Die gesetzliche Krankenkasse wolle möglichst eigenständig bleiben. Die GEK hat ungefähr 1,7 Millionen zahlende Mitglieder, die Barmer Ersatzkasse 6,8 Millionen.

Neuen Schwung könnten die Gespräche durch die in der laufenden Woche bekannt gegebene Fusion des momentanen Konkurrenten DAK mit der ziemlich kleinen Hamburg Münchener Krankenkasse bekommen, wie die Tageszeitung “Welt” weiter schreibt. Beide wollen ab 1. Januar des kommenden Jahres 6,3 Millionen Menschen versichern. Am vergangenen Freitag kündigten desweiteren auch drei Betriebskrankenkassen an, sich zur sogenannten BKK Gesundheit zusammenschließen zu wollen. Mit zusammen mindestens 1,5 Millionen Versicherten bilden sie ebenfalls ab Januar des kommenden Jahres die größte Betriebskrankenkasse.

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